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Update der mittelfristigen Prognose der österreichischen Wirtschaft 2019 bis 2023

Opens external link in new windowWIFO-Monatsberichte 4/2019

Die Weltwirtschaft erreichte den Konjunkturhöhepunkt 2018. In den nächsten Jahren wird eine Abschwächung der Wachstumsdynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird die österreichische Wirtschaft um 1,6% pro Jahr (2014/2018 +1,8% p. a.) wachsen, etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Steuerentlastung der privaten Haushalte durch den Familienbonus wird die Konsumnachfrage 2019 und vor allem 2020 unterstützen. Im Prognosezeitraum wird von einem durchschnittlichen Wachstum des privaten Konsums von 1,6% pro Jahr ausgegangen (2014/2018 +1,0% p. a.). Bis einschließlich 2020 wird die Beschäftigung konjunkturbedingt noch stärker ausgeweitet als das Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 7,3%. Ab 2021 wird das Arbeitskräfteangebot aber wieder stärker zunehmen als die Nachfrage, sodass sich die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 7,5% erhöht. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das positive Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern, aber nicht umkehren. Das WIFO rechnet mit einer Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex von durchschnittlich 1,8% p. a. Auf der Basis des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte über die Prognoseperiode positiv bleiben und sich leicht verbessern. Daraus folgt bis 2023 ein Rückgang der Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2018 um rund 17½ Prozentpunkte auf unter 57%.

Wachstum schwächt sich ab. Mittelfristige Prognose der österreichischen Wirtschaft bis 2023

Opens external link in new windowPressenotiz, 26.10.2018

Opens external link in new windowWIFO-Monatsberichte 10/2018

Die Weltwirtschaft dürfte den Konjunkturhöhepunkt 2018 erreicht haben. In den nächsten Jahren wird eine Abschwächung der Dynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird Österreichs Wirtschaft um 1,7% pro Jahr wachsen (2014/2018 +1,9% p. a.), um rund ¼ Prozentpunkt über dem Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Entlastung der privaten Haushaltseinkommen durch den Familienbonus wird die Konsumnachfrage vor allem in den Jahren 2019 und 2020 unterstützen. Im Prognosezeitraum wird von einem durchschnittlichen Wachstum des privaten Konsums von 1,7% pro Jahr ausgegangen (2014/2018 +1,1% p. a.). Bis einschließlich 2020 wird die Beschäftigung konjunkturbedingt deutlicher ausgeweitet als das Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote geht damit auf 7,2% zurück. Ab 2021 dürfte das Arbeitskräfteangebot aber wieder stärker als die Nachfrage zunehmen, sodass sich die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 7,5% erhöht. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern. Das WIFO rechnet mit einer Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex von durchschnittlich 2,0% p. a. Aufgrund des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte über die Prognoseperiode positiv sein. Daraus abgeleitet geht die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2018 bis 2023 um rund 14,5 Prozentpunkte auf 60% zurück.

Significantly Improved Growth Prospects. Medium-term Forecast for the Austrian Economy until 2022

Opens external link in new windowWIFO Bulletin, 2017, 22(16)

Following the financial and economic crisis (GDP –3.8 percent in 2009) and the sluggish development in 2012-2015 (+0.7 percent p.a.), economic activity picked up significantly from mid-2016 onwards. For the years 2017 and 2018, the current forecast foresees an annual real GDP growth of 2¾ percent. In the medium term, an average growth of real GDP of 2 percent per year is expected (2013-2017 +1.2 percent p.a.), which is about ¼ percentage point higher than the average of the Euro area. The robust growth for the world economy has a stimulating effect on exports (+3.7 percent p.a.), which in turn has a positive effect on equipment investments. Private consumption is expected to increase by 1½ percent p.a. over the forecast period due to an increase in disposable income (2013-2017 +0.7 percent p.a.). The economic expansion combined with labour market policies ("Employment Bonus" and "Initiative 20,000"), will have a stronger positive effect on employment surpassing the dynamics of labour supply, resulting in a drop in unemployment. From 2020 onwards, labour supply is expected to again increase more strongly than labour demand, and as a result the unemployment rate is expected to rise from 8.0 percent in 2019 to 8.4 percent by the end of the forecast period. Inflationary pressure will remain moderate in the medium term, and the inflation differential to the Euro area average is expected to further decrease. The consumer price inflation will average of 1.9 percent p.a. On the basis of the projected business cycle and the assumed economic policy framework the overall government budget is expected to be balanced (both structurally and as defined according to Maastricht) from the middle of the forecast period onwards. As a result, the government debt ratio (total public debt as a percentage of nominal GDP) is projected to decline by around 17 percentage points to nearly 64 percent between 2017 and 2022.