Prognosen > Mittelfristige Prognose

Deutlich verbesserte Wachstumsaussichten. Mittelfristige Prognose der österreichischen Wirtschaft bis 2022

Opens external link in new windowPressenotiz, 24.10.2017

Opens external link in new windowWIFO-Monatsberichte 10/2017

Nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (BIP 2009 -3,8%) und der flauen Entwicklung 2012/2015 (+0,7% p. a.) gewann das Wirtschaftswachstum ab Mitte 2016 wieder deutlich an Schwung. Für die Jahre 2017 und 2018 wird ein BIP-Zuwachs von jeweils 2¾% prognostiziert. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2018/2022 wird eine Steigerung um 2% pro Jahr erwartet (2013/2017 +1,2% p. a.). Sie ist um rund ¼ Prozentpunkt höher als im Durchschnitt des Euro-Raumes. Die gute internationale Konjunktur belebt die Exportwirtschaft (+3,7% p. a.), was sich wiederum positiv in den Ausrüstungsinvestitionen niederschlägt. Der private Konsum wird durch den Anstieg der verfügbaren Einkommen im Prognosezeitraum um 1½% p. a. wachsen (2013/2017 +0,7% p. a.). Die Expansion ermöglicht gemeinsam mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (Beschäftigungsbonus und Aktion 20.000) bis einschließlich 2019 eine Ausweitung der Beschäftigung über jener des Arbeitskräfteangebotes und damit einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Ab 2020 dürfte das Arbeitskräfteangebot wieder stärker als die Nachfrage zunehmen; die Arbeitslosenquote würde in der Folge von 8,0% im Jahr 2019 auf 8,4% zum Ende des Prognosezeitraumes steigen. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern. Die Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex wird mit durchschnittlich 1,9% p. a. prognostiziert. Ein ausgeglichener Staatshaushalt (sowohl strukturell als auch nach Maastricht-Definition) wird aufgrund des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ab der Mitte des Prognosezeitraumes unterstellt. Daraus abgeleitet geht die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2017 bis 2022 um rund 17 Prozentpunkte auf knapp 64% zurück.

Update der mittelfristigen Prognose der österreichischen Wirtschaft 2017 bis 2021

Opens external link in new windowWIFO-Monatsberichte 4/2017

Nach dem relativ schwachen Wachstum der Vorjahre zieht die Konjunktur in Österreich ab 2017 (+2%) wieder kräftiger an. Die österreichische Wirtschaft wird bis 2021 mit durchschnittlich +1,7% pro Jahr ähnlich stark wachsen wie im Durchschnitt des Euro-Raumes. Dank der rascheren Expansion wird die Beschäftigung ausgeweitet (2017 +1,6%, 2017/2021 +1,3% p. a.). Die etwas schwächere Entwicklung des Arbeitskräfteangebotes erlaubt bis 2019 eine Stabilisierung der Arbeitslosenquote (gemäß AMS-Definition) bei 8,9%. Bis zum Ende des Prognosezeitraumes dürfte die Quote aber angebotsbedingt wieder auf 9,1% steigen. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig gering, die Inflationsrate wird durchschnittlich 1,8% betragen. Das Inflationsdifferential zum Durchschnitt des Euro-Raumes sollte sich merklich verringern. Aufgrund des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird im Prognosezeitraum ein (sowohl strukturell als auch nach Maastricht-Definition) ausgeglichener Staatshaushalt erwartet. Ab 2016 geht die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) bis 2021 um rund 12 Prozentpunkte auf knapp 72% zurück.

Weltwirtschaft durch EU-Austritt Großbritanniens kaum beeinträchtigt. Mittelfristige Prognose bis 2021

Opens external link in new windowPressenotiz, 27.10.2016

Opens external link in new windowWIFO-Monatsberichte 10/2016

Das Weltwirtschaftswachstum beschleunigt sich mittelfristig nur leicht. Zügig expandieren wird die Wirtschaft auf Basis einer robusten Binnennachfrage und einer zunehmenden Erwerbsbevölkerung in den USA. Im Euro-Raum verläuft die Expansion langsamer, da die institutionellen Mängel der Währungsunion die Erwartungen dämpfen und die Erwerbsbevölkerung stagniert. Der EU-Austritt Großbritanniens wird vor allem die britische Wirtschaft selbst treffen, weniger deren Handelspartner. Die Zugkraft des Wachstums in den Schwellenländern lässt weiter nach. In China verlangsamt es sich, in Russland und Brasilien erholt sich die Konjunktur aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise nur schleppend aus der aktuellen Krise.

Subdued Economic Growth, High Unemployment and Fiscal Consolidation Shaping the Economic Outlook. Medium-term Forecast for the Austrian Economy until 2018

Opens external link in new windowWIFO Bulletin 3/2014

After the slump in economic growth between late 2012 and the middle of 2013, the Austrian economy is expected to follow a moderate upward trend, with GDP growth averaging 1.8 percent p.a. over the period 2014-2018. Private consumption in particular will remain subdued, as private households seem inclined to further increase their savings. While the gradual pace of expansion will lead to more jobs (2014-2018 +0.8 percent p.a.), unemployment is unlikely to decline significantly, given the parallel increase in both domestic and foreign labour supply. From a peak of 7.9 percent (as defined by the public employment service) in 2015, the unemployment rate is projected to decline only slightly to 7.7 percent by the forecast horizon. Inflationary pressure remains weak over the medium term, with headline inflation anticipated at an average 1.9 percent. A balanced general government budget (in structural terms as well as in accordance to the "Maastricht" definition) will not be achieved by the structural consolidation scenario underlying the forecast (? 2 billion as from 2014 and a further ? 1 billion from 2015 onwards).